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15.06.2018 Kategorie: Lehrgänge

Tagesseminar für „Besondere Führungsdienstgrade“ am 04./18.05.2018

Digitale Kommunikation in der Führungsunterstützung

An den Staatlichen Feuerwehrschulen Geretsried und Regensburg fanden am 04. und 18.05.2018 abwechslungsreiche Tagesseminare zu verschiedenen Themen der Digitalen Kommunikation in der Führungsunterstützung statt.

Darin wurde unter dem rechtlichen Aspekt der unmittelbar umzusetzenden europäischen Datenschutzgrundverordnung erste Einblicke in die Informationssicherheit, aktuelle IT-Gefährdungslagen und Auswirkungen auf Vereine und Behörden vorgestellt. Aufgrund der seit 25.05.2018 gültigen Rechtsgrundlage war dieses Thema tagesaktuell und es konnten einige Fragen der Führungsdienstgrade beantwortet werden. So wurde der Schutz personenbezogener Daten in Vereins- und Berichtswesen sowie kostengünstige und grundlegende Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch besprochen. Als wichtigstes Element der Analyse wurden die Benennung der Verantwortlichen, aber auch die Sensibilisierung aller in der Datenerhebung und Datenverarbeitung tätigen Mitarbeiter benannt.

Die Anwendung von WLAN-Hotspots an Einsatzstellen (z. B. durch Unterstützungsgruppen oder an Einsatzleitwagen) wurde unter aktuellen technischen Standards und Berücksichtigung der Vorgaben für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gezeigt. Hintergrund ist die zunehmende Vernetzung verschiedener Führungsstäbe zur Erstellung eines gemeinsamen Lagebildes unter Berücksichtigung einfachster Sicherheitsprozesse in der Informationssicherheit.

Weitere Schwerpunkte waren praxisbezogene Vorträge zu den Themen Ausbildung von Führungsassistenten und einem detaillierten Einsatzleit- und Unterstützungskonzept aus Sicht einer Kreisbrandinspektion. Auf Weisung eines Einsatzleiters in der Führungsassistenz zu arbeiten, erfordert vom Melder bis zur Unterstützungsgruppe eine hohe Qualifikation und Fortbildungswillen. Dabei hat per Gesetz der örtlich zuständige Kommandant die Einsatzleitung. Wie eine erfolgreiche Ergänzung bis zur Übernahme der Einsatzleitung durch besondere Führungsdienstgrade erfolgen kann, wurde anschaulich dargestellt und ausgiebig diskutiert.

Die Übermittlung von Einsatzbildern wurde durch die Vorführung der SFSG-Drohne abgerundet. Auch wenn der praktische Nutzen hier über den Teilnehmern „schwebte“, so wurde in den Pausengesprächen der Schulungsbedarf und mehr Erfahrungsaustausch zwischen Nutzern deutlich. Es wurde ausgiebig über die Mindestanforderungen an einen Drohneneinsatz aus technischen und organisatorischen Aspekten diskutiert. Ob man alles braucht, was es gibt – oder ob man alles darf, was man kann…

…wird im nächsten Tagesseminar am 04.10.2018 an der SFSG und im Jahr 2019 Thema sein.