Logo Staatswappen
08.04.2019 Kategorie: Feuerwehrschule

Ehrung für herausragendes Engagement – Staatliche Feuerwehrschule Geretsried erhält das Emblem „Inklusion in Bayern-wir arbeiten miteinander“.

Bemerkenswerte acht Prozent der Beschäftigten der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried sind schwerbehindert beziehungsweise diesem Status gleichgestellt. Ein ausgelagerter Arbeitsplatz der Oberlandwerkstätten, einer Werkstatt für behinderte Menschen, ist dauerhaft an der Feuerwehrschule eingerichtet und mit einer Mitarbeiterin besetzt. Vor 12 Jahren wechselte ein Kollege von den Oberlandwerkstätten direkt an die Ausbildungseinrichtung. Für dieses herausragende Engagement der Inklusion von Menschen mit Behinderung erhielt die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried das Emblem „Inklusion in Bayern- wir arbeiten miteinander“ des Bayerischen Sozialministeriums.

Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, Ministerialdirektor Michael Höhenberger, überreichte die Auszeichnung an Branddirektor Dr. René Mühlberger, Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried. Dr. Mühlberger betonte in seiner Begrüßungsrede die wichtigen und unverzichtbaren Aufgaben zweier schwerbehinderter Kollegen, die stellvertretend für alle Beschäftigten mit Behinderung geladen waren. Gepflegte Unterkünfte, gewechselte Handtuchrollen oder gefüllte Seifen- und Desinfektionsmittelspender würden von den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern sensibler wahrgenommen als der Ausfall der einen oder anderen Unterrichtstunde, so der Schulleiter.

Anlässlich der Übergabe erklärte Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer, dass die Feuerwehrschule Menschen mit Behinderung die Chance gebe, stolz auf sich zu sein, da ein Arbeitsplatz Teilhabe am Leben und an der Gemeinschaft darstelle. Er bedeute auch, dass sich Vorurteile und Barrieren in den Köpfen abbauten, wenn Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammenarbeiteten.

Zum Abschluss seiner Rede verdeutlichte Dr. Mühlberger, dass er diese feierliche Stunde weniger als besondere Ehrung oder Auszeichnung seines Hauses verstanden wissen möchte, sondern vielmehr als Rahmen für eine gelungene Inklusion, die man gut nachahmen könne und solle.