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29.06.2016 Kategorie: Sonderausbildung

Drei Feuerwehrschulen mit einheitlicher Lehraussage in der Funktaktik

In der Weiterentwicklung der gemeinsamen Lehraussagen der Staatlichen Feuerwehrschulen wurde für die Gruppenführer- und Zugführerlehrgänge ein Grundstein der operativ-taktischen Verwendung des BOS-Digitalfunk in Bayern gelegt. In der Bildung von weiteren Einsatzab-schnitten geht es darum, für Einheiten der Führungsunterstützung, beginnend mit Meldern, Führungsassistenten, Unterstützungsgruppen, eine möglichst reibungslose Verzahnung und Erweiterung der Kommunikationswege zu schaffen.

Zusammen mit den Lehraussagen wurden Schaubilder für die Anwendung in verschiedenen Lehrgängen erarbeitet. Gleiche Darstellungen und Erläuterungen werden in die Digitalfunkaus-bildung aufgenommen und erfüllen damit den Wunsch des Landesfeuerwehrverbandes für die Standortschulung und den "Aufbaulehrgang Digitalfunk für Führungskräfte der Führungsstufe A und B" grundlegende und ausbaufähige Aussagen zur taktischen Nutzung zu treffen.

Aufbauend darauf stützen sich die taktischen Nutzungskonzepte der "Aufbaulehrgänge Digitalfunk für Führungskräfte der Führungsstufen C und D sowie für Unterstützungs-gruppen". Hier einige Kernaussagen:

  1. Die Anzahl der verwendeten Funkgeräte im praktischen Unterricht entspricht dem gültigen Sonderförderprogramm Digitalfunk des Freistaates Bayern (ID1-2244.2-605 v. 15.11.2012).
  2. Die Verantwortung zur Atemschutzüberwachung liegt beim jeweiligen Einheitsführer. Ziel soll es sein, den Atemschutzgeräteträger durch den Einheitsführer auf gleicher Funkgruppe zu führen. Die Nutzung eines Atemschutzkanals soll der Atemschutzlogistik , d.h. der Bereitstellung bzw. Nachführung von Atemschutzgeräteträgern oder Gerätschaften dienen.
  3. Der Gruppenführer trägt ein Handfunkgerät im Direktmodus und hält die Verbindung zu seiner Mannschaft inclusive der Atemschutzüberwachung. Rückmeldungen zur einsatzführenden Integrierten Leitstelle übermittelt der Gruppenführer selbst mit dem Fahrzeugfunkgerät im Netzmodus am eigenen Fahrzeug. Ziel soll dabei eine qualitativ hochwertige Rückmeldung und Nachforderung sein.
  4. Der Zugführer trägt ein Handfunkgerät im Direktmodus und hält die Verbindung zu seinen Gruppenführern.
  5. Der Einsatzleiter führt zwei bis fünf Zugführer über eine gemeinsame Führungsgruppe im Netzbetrieb. Die Zugführer als Einsatzabschnittsleiter nutzen zwei Funkgruppen. Die Führungs-Funk-Gruppe zur Anbindung der Einsatzabschnittsleiter/Zugführer ist im Netzbetrieb und als Sondergruppe durch die Integrierte Leitstelle oder das taktische Nutzungskonzept zugewiesen. Dies Struktur kann gemäß der bekannten 2-5er Regel erweitert werden. Zugführer haben Zugriff auf zwei Funkgeräte, z.B. über den Führungsassistenten des Zuges und dem Handsprechfunkgerät des Zugführers. Dies können ebenso die geförderten Handfunkgeräte der Kommandanten sein.

Der genaue Wortlaut der Lehraussagen ist im Downloadbereich des Fachbereichs Digitalfunk zu finden.